Nach einer sehr erfolgreichen Saison, die durch große Leistungen bei der Jugend EM geprägt worden war, bei der Chiara Bonnemann Europameisterin im Overall, Vize Europameisterin im Springen, 3. im Trick und 4. im Slalom wurde, ging es dann auf die Zielgerade, die Jugend WM in Australien, zu. Eigentlich kann man von „einer Zielgeraden“ gar nicht mehr sprechen, da die WM erst nach einer dreimonatigen Winterpause statt fand. Trotzdem beschloss die Familie Chiara an das andere Ende Welt zu schicken, da ihre Basisleistungen auf einem hohen Niveau stehen und sie damit in der Weltrangliste, wenn sie die Leistungen abrufen kann, gute Chancen auf einen der Podiumsplätze hat. Von dem Zeitpunkt an hieß es trainieren, trainieren, trainieren, aber leider nicht auf dem Wasser. Die einzige Möglichkeit, für eine einigermaßen gute Vorbereitung, war das Fitnesstraining zu Hause. Darauf folgten nur 2 Wochen auf dem Wasser im sonnigen Australien mit all dem Muskelkater und Problemen, die man am Anfang der Saison zu überwinden hat. Also die Kräfte gut einteilen und gut dosieren. Mit kühlem Kopf entschied sich Chiara für die Taktik, manchmal ist weniger mehr.
Die Entscheidung ging auf und Chiara zeigte schon in den Vorläufen in allen Disziplinen, dass man sicher mit ihr rechnen muss. Rein rechnerisch, wenn man das Umfeld kennt, war es schon jetzt für die Mitbewerberinnen nur mit außergewöhnlichen Bestleistungen möglich, Chiara von einem Podiumsplatz zu verdrängen. Drei Finalplätze in allen Disziplinen mit Top Leistungen. Und auch Chiara konnte sich noch verbessern. Im Trick sowie im Springen legte sie noch einmal ordentlich zu und erreichte den Vizeweltmeister-Titel. Diese Silbermedaille wiegt auf Grund des nicht möglichen Trainings auf dem Wasser wesentlich schwere als es scheint. Dieses Jahr startete die Australierin Bianca Mulach ebenfalls für Deutschland. Sie konnte sich auch für das Trickfinale qualifizieren und erreichte am Ende den 5. Platz.